Archiv nach Monaten: Juni 2014

Identitätsmissbrauch…

Wenn man Post an seine alte Anschrift erhält, dann kann das meist nichts Gutes sein. So auch im vorliegenden Fall: Ein Schreiben eines Inkassounternehmens, welches im Auftrag von Paypal eine ausstehende Forderung eintreiben möchte.

Natürlich fragt man sich, ob das korrekt ist. Eine Nachschau bei Paypal zeigt, dass keine Forderungen offen sind und der einzutreibende Betrag auch in der Historie nicht auftaucht.

Wie kommt also dieses Schreiben zustande?

Da hilft nur eine Rückfrage bei Paypal selbst. Über eine kostenlose Servicenummer erreicht man den Support. Bereits nach kurzer Abklärung ist klar:

Irgendwer hat mit meinen Personalien vor kurzem ein neues Paypal-Konto eröffnet und dieses zum Einkaufen genutzt! Die Rechnung wurde natürlich nicht bezahlt.

Meine Personalien stammen vermutlich aus dem Impressum einer meiner Internetseiten, da nur dort die alte Adresse hinterlegt ist.

Seitens Paypal wurde das fragliche Konto hierauf gesperrt und mir geraten, Anzeige zu erstatten, was ich auch getan habe. Ich rechne allerdings nicht damit, dass hier viel passieren wird.

Während ich mich über den Support von Paypal nicht beschweren kann, ärgert mich deren Handhabung der Sache an sich umso mehr!

Anstatt die Forderung direkt an ein Inkassounternehmen abzugeben, hätte man vielleicht zuerst eine Rechnung oder Mahnung schicken können. Stattdessen beauftragt man ein Inkassounternehmen, was aus der ursprünglichen Forderung von rund 50 Euro direkt eine Forderung über gut 120 Euro macht.

Dieser Forderung werde ich natürlich nicht nachkommen, da ich mir nichts zu Schulden kommen lassen habe.

Vielleicht sollte Paypal auch daran arbeiten, dass vor Benutzung ihres Services eine eindeutige Identifizierung der Nutzer erfolgt. Das würde sicherlich allen Beteiligten – wie auch Unbeteiligten – einiges an Ärger ersparen!