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Rom V – Pantheon

Unweit der „Chiesa del Gesù“ befindet sich das „Pantheon“. Es handelte sich ursprünglich um ein Heiligtum, das allen römischen Göttern geweiht war. Sein guter Zustand hat es dem Umstand zu verdanken, dass es bereits zu Beginn des 7. Jahrhunderts durch die Christen als Kirche weitergenutzt wurde. Mit einem Durchmesser sowie einer Höhe von 43,3 Metern ist der Innenraum des Pantheons überwältigend.

Insbesondere dann, wenn beim Betreten das Sonnenlicht durch die neun Meter durchmessende Kuppel („Opaion“) den Innenraum des Pantheon erhellt. Eindringendes Regenwasser wird auch heute noch durch ein immer noch intaktes Entwässerungssystem unter dem Fußboden abgeleitet.

Der Eingang des Pantheon wird von 16 korinthischen Säulen gestützt. Das bronzene Eingangstor hat eine Höhe von 6,50 Meter.

In der Antike war die Kuppel mit Bronze ausgekleidet und mit goldenen Sternen versehen und sollte den Himmel darstellen. Diese Bronzeverkleidung wurde im Jahr 663 durch Konstantinus II. geplündert.

Papst Urban VIII. ließ die Bronzeverkleidung in der Vorhalle entfernen, um damit den 93 Tonnen schweren Baldachin für den Altar der Peterskirche zu schaffen.

Rom IV – Spanische Treppe

Die „Spanische Treppe“ eine der bekanntesten römischen Sehenswürdigkeiten. Der Name rührt von der ehemaligen spanischen Botschaft her, die sich dort einmal befunden hat.

Hier gilt es aufzupassen: Die Stadtverwaltung hat ein Auge auf das Geschehen rund um die Treppe und darauf, dass es nicht zu bunt wird. Des öfteren ist das durchdringende Geräusch einer Trillerpfeife zu hören, wenn wieder ein Vergehen durch die anwesenden Ordnungshüter beobachtet wurde…

Rom III – Santa Maria degli Angeli e dei Martiri

Ebenfalls beeindruckend ist die Kirche „Santa Maria degli Angeli e dei Martiri“, die am „Piazza della Repubblica“ ihren Standort hat. Von außen eher unscheinbar wirkend, zeigt sich beim Betreten ein gänzlich anderes Bild. Und dieses wird dann auch den Erwartungen gerecht, die man an ein Werk stellt, an dem ein Genie wie Michelangelo mitgewirkt hat…

Rom II – Forum Romanum

Nur ein paar Meter neben dem Kolosseum ist der Eingang ins Forum Romanum.

Es handelte sich hierbei um ein politisches und religiöses Zentrum, aber auch um den Marktplatz des antiken Roms.

Mit dem Untergang des Römischen Reiches verfiel auch das Forum zusehends und wurde, wie auch das Kolosseum, u.a. im Auftrag von Päpsten, als Steinbruch missbraucht, um neue Kirchen zu bauen. So finden sich heute an zahlreichen römischen Kirchen Säulen, die ursprünglich dem Forum Romanum entstammen.

Die einstige Pracht des ehemaligen Zentrums der Welt, lässt sich heute nur noch anhand weniger Fragmente und Säulen sowie den Ruinen erahnen.

Das, was aber noch übrig ist, vermittelt einen überwältigenden Eindruck und man wünscht sich, dass man die Gelegenheit hätte, das Forum Romanum einmal so zu sehen, wie es zu seiner Blütezeit ausgesehen haben mag.

Rom I – Kolosseum

Am ersten Tag stand die Besichtigung des „historischen Roms“ auf dem Programm. Bereits auf dem Weg hin zum Kolosseum können die ersten historischen Ausgrabungsstätten bestaunt werden.

Nach etwa 40-50 Minuten Fussmarsch vom Hotel aus, standen dann die beeindruckenden Reste des Kolosseums vor einem.Aufgrund der noch frühen Uhrzeit hielt sich die Wartezeit in Grenzen. Für 11,- Euro pro Person gab es dann ein Kombiticket, dass auch noch zum Eintritt ins Forum Romanum genutzt werden konnte.

Erbaut wurde das Kolosseum in der Zeit zwischen 72 und 80 n. Chr. und konnte bis zu 50.000 Zuschauer fassen. In der 100-tägigen Einweihungszeit fanden Gladiatorenkämpfen, nachgestellten Seeschlachten und Tierhetzen, bei denen 5000 Tiere in der Arena getötet wurden, statt. In Betrieb war das Kolosseum etwa bis 523 n. Chr. Jeder Bewohner Roms hatte freien Zutritt. Im Laufe der Zeit, insbesondere im Mittelalter, diente das Kolosseum als Steinbruch, um mit dem dortigen Material neue Bauten (u.a. Kirchen und Paläste) zu errichten.

Unmittelbar neben dem Kolosseum befindet sich der ebenfalls beeindruckende Konstantinsbogen (Arco di Constantino). Er war ein Geschenk des römischen Senates an an Kaiser Konstantin nach dessen Sieg im Jahr 312 n. Chr. an den Milvischen Brücken über seinen Kontrahenten Maxentius.

Antikes Italien – Paestum

Die Stadt wurde etwa 600 v. Chr. von Griechen unter dem Namen Poseidonia gegründet. Der ehemalige Wohlstand der Stadt ist noch heute an den Resten der Tempelanlagen zu erkennen.

273 v. Chr. fiel sie unter römische Herrschaft und wurde in Paestum umbenannt. Etwa im 11. Jahrhundert wurde die Stadt aufgegeben; die Bewohner zogen sich auf einen nahe gelegenen Hügel zurück und gründeten die Siedlung Capaccio. Beschleunigt wurde der Untergang Paestums zusätzlich durch eine Versumpfung der Siedlungsebene.

Was man kaum für möglich halten mag geschah: Paestum geriet in völlige Vergessenheit! Erst im 18. Jahrhundert wurden die Reste der Siedlung wieder entdeckt. Kaum vorstellbar, dass über eine solch lange Zeitspanne niemand auf die Ruinen aufmerksam wurde…

Insgesamt finden sich vor Ort drei Tempelruinen:

  1. die archaische Basilika (um 540 v. Chr.), der Hera geweiht
  2. der Tempel der Athene (um 500 v.Chr.), früher auch der Ceres zugeschrieben und
  3. der Poseidontempel (um 450 v.Chr.), ebenfalls Hera geweiht

Aber nicht nur die Tempelanlagen sind sehenswert (wenn es auch die beeindruckendsten Überbleibsel sind): Es befinden sich auf dem Gelände auch noch Ruinen eines Forums, also einem Platz, an dem Händler und Bauern ihre Waren feilboten, sowie die teilweise freigelegten Reste eines Amphitheaters.

An sonnigen Tagen empfiehlt sich eine Besichtigung in den frühen Vormittags-Stunden, da das Gelände nur wenig schattige Stellen bietet.

Eintritt

Der Eintritt beläuft sich auf 4,- Euro pro Person.