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Südtirol 2010

Vom 21. Juni 2010 bis 28. Juni 2010 war ich in Südtirol in Urlaub.

Mit leichter Verspätung ging es kurz nach 6 Uhr in der Frühe los in Richtung Südtirol. Dieses Jahr war die Wahl des Reiseziels auf die prächtige Dolomitenlandschaft im Hochpustertal gefallen. Als Unterkunft wurde eine Pension (Haus Helene) in Sexten ausgewählt.

Die Fahrt verlief völlig problem-, stress – und staufrei. Nach gut acht Stunden Fahrt- und Rastzeit wurde kurz nach 14 Uhr das Reiseziel Sexten erreicht.

Bis zur Überquerung der Alpen war noch überwiegend schlechtes Wetter, ja sogar teilweise Regen. Dies änderte sich jedoch mit einem sonnigen Empfang in Italien und sollte sich, so viel bereits im Voraus, bis zum Ende der Reise auch nicht mehr ändern.

Da für den ersten Tag nichts weiter geplant war, war zunächst etwas Erholung von der Fahrt angesagt.

Die einzelnen Reiseberichte sind hier zusammengefasst:

Rotwand
Zsigmondy-Comici-Hütte
Pionierweg
Drei Zinnen
Monte Piano / Monte Piana
Pragser Wildsee

Kosten
7,90 Euro für eine 10-Tages-Plakette zum Befahren der österreichischen Autobahnen
8,- Euro Brennerautobahn
2,50 Euro Maut für italienische Autobahn

Südtirol 2010 – Pragser Wildsee

Zum Ausklang des Urlaubs erfolgte eine Fahrt an den Pragser Wildsee. Der malerisch gelegene See ist ebenfalls ein Touristenmagnet und entsprechend frequentiert. Für die Nutzung der Parkplätze sind Tagestickets zum Preis von 3,- Euro zu erwerben.

Pragser WildseeGoogle Maps: Pragser Wildsee

Kosten:
3,- Euro Tagesticket Parkplatz

Südtirol 2010 – Monte Piano / Monte Piana

Da es mit dem Pionierweg nicht geklappt hatte, erfolgte heute der zweite Versuch. Die Anfahrt erfolgte dieses Mal wieder über die Ss 51 in Richtung Misurina. Wie am Vortag fährt man Richtung Auronzohütte und sieht dort bereits die Beschilderung für das Museum. Auf einem Parkplatz muss das Auto abgestellt werden – eine Weiterfahrt ist nicht möglich bzw. nur mit den dort wartenden Jeep-Taxis (Hinfahrt: 5,- Euro, Hin- und Rückfahrt: 8,- Euro). Der Parkplatz ist im Voraus zu bezahlen (1 Stunde = 1 Euro) – sehr schlecht, wenn man nicht weiß, wie lange man für Auf- und Abstieg sowie Besichtigung benötigt. Fünf Stunden waren bei uns (ohne Nutzung des Jeep-Taxis) knapp, aber ausreichend. Der Weg nach oben ist unspektakulär und nicht übermäßig anstrengend – den Taxiservice kann man sich als halbwegs fitter Mensch getrost sparen.

Oben angekommen machte sich allerdings Enttäuschung breit über das „Freilichtmuseum“: Außer einem Artilleriegeschütz und vielen zerstörten Gräben und Stellungen ist dort nicht viel zu sehen. Nach einigem Umherirren fand sich dann auch eine Anzeigetafel auf der verschiedene Punkte eingezeichnet waren und was sich an diesen befunden hatte. Die Antwort auf die zuvor aufgetauchte Frage, was die gelben durchnummerierten Schilder zu bedeuten haben, war also dann auch gefunden worden…

Fazit: Stark verbesserungswürdig. Würde man an der Bosihütte eine entsprechende Tafel und womöglich Handzettel anbringen, dann wäre den Besuchern vermutlich sehr weitergeholfen, was Rundweg und Beschilderung angeht. Im jetzigen Zustand ist es eher ein Ablaufen eines Weges und das zufällig Finden einer Hinweistafel – doch was bringt die einem, wenn man irgendwo vor einem Schild mit einer Nummer steht und nichts in der Hand hat, um nachzusehen, was einem diese Nummer sagen möchte?

Ansonsten dürfte die Doppelspitze Monte Piano / Monte Piana bei gutem Wetter einen atemberaubenden Ausblick auf die umliegenden Berge ermöglichen. Leider war an diesem Tag das Wetter nicht sonderlich gut, so dass die Aussichten eher trüb war. Erwähnenswert ist noch das „Toblacher Kreuz“ auf der Spitze (2.305 Hm) des Monte Piano.Toblacher Kreuz

Der Abstieg erfolgt ebenfalls über den sogenannten „Touristensteig“.

Google Maps: Monte Piano

Kosten:
1,- Euro Parkgebühren pro Stunde (vorab zu bezahlen!)
5,- bzw. 8,- Euro Jeep-Taxi

Südtirol 2010 – Drei Zinnen

Als entspannende Zwischentour stand heute der Drei Zinnen Rundweg auf dem Programm. Hierzu wurde mit dem Auto zunächst der Parkplatz an der Auronzohütte angefahren. Wieder führte der Weg über die Ss 51 in Richtung Misurina und von dort aus Richtung Auronzohütte. Es zeigte sich, dass die Italiener sich auf das Geschäfte machen verstehen: Für die Auffahrt zur Auronzohütte sind 20,- Euro Maut zu zahlen – ein stolzer Preis selbst in Anbetracht der eingesparten Höhenmeter, die man ansonsten zu Fuß gehen müsste.

Auf dem Weg 101 von der Auronzohütte zur Lavaredohütte zeigte sich dann, dass es sich bei dem Drei Zinnen Rundweg um einen beliebten Touristenweg handelt: Waren die Wanderungen zuvor noch eher durch die Abwesenheit anderer Menschen ausgezeichnet, so herrschte hier eher das Gewimmel eines Ameisenvolkes.Die ganze Zeit über hat man die Drei Zinnen unmittelbar vor den Augen.Drei ZinnenNach der Überquerung des Paternsattels kann man bereits die Dreizinnenhütte sehen. Der weitere Weg führt dann auch zu dieser.Von der Hütte aus ging es dann den Wegen 105 und 102 folgend in Richtung Lange Alm-Hütte und von dort aus an den Parkplatz.

Kosten:
20,- Euro Maut

Südtirol 2010 – Pionierweg

Angelockt durch eine Beschreibung eines „Freilichtmuseums des Dolomitenkriegs“ war heute der Monte Piana bzw. der Monte Piano das Ziel. Hierzu wurde zunächst der kostenlose Parkplatz am Hotel Drei Zinnen-Blick an der Ss 51 in Richtung Misurina angefahren. Von hier aus sollte der Weg auf die Spitze der genannten Berge führen.

TalHierzu hat man mehre Möglichkeiten – die Entscheidung viel auf den sogenannten „Pionierweg“ (Weg 6, wie auch im Kompass Wanderführer „Dolomiten, Sexten, Hochpustertal“ beschrieben). Die erste Überraschung erfolgte bereits nach den ersten Metern: Ein Gebirgsbach versperrte den weiteren Weg. Nach reiflicher Überlegung und Abwägung aller Möglichkeiten sowie dem unbedingten Willen, den Pionierweg als Aufstieg zu nutzen, mussten Schuhe und Socken weichen und der Bach wurde barfuß durchquert. Eine schmerzhafte und vor allem extrem kalte Sache…

Danach ging es zunächst recht bequem aufwärts. Mit jedem Höhenmeter wurde die Aussicht auf den Dürrensee sowie die gegenüberliegende Geierwand und den Strudelkopf besser und beeindruckender.DürrenseeMit jedem zurückgelegten Höhenmeter wurde jedoch auch der Aufstieg abenteuerlicher und der Weg schmaler. Das Ende war dann erreicht, als es nur noch mit einem Stahlsteil als Sicherung weiterging und der Weg vollends endete. Zwar konnten noch einige dieser „Engstellen“ passiert werden, jedoch war irgendwann der Punkt erreicht, an dem ein Weitergehen aufgrund nicht mitgeführter Ausrüstung und damit einhergehendem Sicherheitsrisiko als zu gefährlich eingestuft wurde und es als sinnvoller erachtete wurde, den Rückweg anzutreten.

Südtirol 2010 – Zsigmondy-Comici-Hütte

Die zweite Tour startete am Hotel Dolomitenhof – nicht weit vom Haus Helene entfernt. Auf dem dortigen Parkplatz wurde das Fahrzeug abgestellt (3,- Euro Tagesticket) und dann ging es zu Fuß zunächst weiter in Richtung Talschlußhütte (Weg 102). Tagesziel war die Zsigmondy-Comici-Hütte in einer Höhe von 2.224 Metern. Von der Talschlußhütte (Höhe: 1.526 Hm) aus waren also rund 700 Höhenmeter zu überwinden. Dies wurde einem auch unmittelbar zu Beginn der Wanderung (Weg 103) vor Augen geführt: Steil verlaufende Serpentinen am Fuße des Einserkofel bringen einen bereits auf den ersten Metern der Strecke kräftig ins Schwitzen. Dafür belohnt einem die Strecke mit atemberaubenden Ausblicken auf die umliegenden Elferschartenspitze, Elferkofel sowie Hochleist, Zwölferkofel und Sandebühel.

Elfer-, Zwölfer- und Einserkofel verdanken ihre Bezeichnung der Möglichkeit, von Sexten aus die ungefähre Tageszeit aufgrund des Sonnenstandes in Beziehung zu den Bergen abzulesen.Zsigmondy-Comici-Hütte

In der Hütte waren angesichts der Aussichten auf die umliegenden Berge sowie einem Stück Apfelstrudel und einem Glas frischem Apfelschorle schnell die Aufstiegsstrapazen vergessen. Nachdem die müden Beine noch etwas Kraft tanken konnten, ging es auf den Rückweg.Abendessen gab es wieder bei Erich. Auch dieses Mal typisch italienisch gehalten. :)

Südtirol 2010 – Rotwand

Der erste Tag in Südtirol. Kurz nach acht Uhr ging es zum reichlich gedeckten Frühstückstisch. Nach dieser Stärkung stand die erste Wanderung an. Hierzu ging es zu Fuß in Richtung der Kabinenseilbahn in Bad Moos. Nach einem kurzen Fußmarsch war diese erreicht. Mit der Kabinenbahn gelangte man bequem auf eine Höhe von ca. 1.950 Höhenmeter (Hm), direkt an die Rudi – Hütte. Von dort aus hatte man bereits eine sehr schöne Weitsicht auf den Sextner Talkessel.

Rotwand Blick in Richtung SextenVon dort ging es, immer der Wegmarkierung 100 folgend, vorbei an den letzten Schneeresten in Richtung Talschlußhütte Fischleintal. Auf dem Weg dorthin waren unter anderem ein Leitersteig zu überwinden und, aufgrund noch liegenden Schnees, stellenweise die Fortführung des Weges zu suchen.Rotwand Leitersteig

Dennoch konnte irgendwann die Beschilderung für den Weg 122 gefunden werden, auf welchem man direkt zur Talschlußhütte Fischleintal gelangen konnte. Von dort aus waren es dann noch ca. eineinhalb Stunden Fußweg bis wieder das Haus Helene erreicht war. Für den ersten Tag eine schöne Eingewöhnungsstrecke, die nicht sonderlich viel Fertigkeiten erforderte und keine größeren Schwierigkeiten bot.

Eines stand jedoch bereits am Ende dieses Tages fest: Die mitgeführten Rucksäcke waren für die weiteren Wanderungen nicht mit genug Transportvolumen ausgestattet, so dass noch am Abend ein entsprechendes Modell (Vaude Tour 40) erworben wurde. Mit diesem Rucksack war es möglich für die weiteren Touren ausreichend Verpflegung sowie Zusatzbekleidung mitzuführen.

Kosten
Kabinenbahn: 8,80 Euro pro erwachsene Person